Tierschutzhund Ellie

Hund Ellie, bereit zum adoptieren
Ellie in Rumänien

Ellie ist im März 2021 geboren und kommt ursprünglich aus Rumänien. Ihre Mama war eine unkastrierte Kettenhündin, lebte also ein Leben lang an der Kette. Die Hündin wurde schwanger und bekam sechs Welpen – Ellie ist einer davon. Man kann von Glück sprechen, dass Hundemama Ruby schwanger wurde, denn der Besitzer wollte die Welpen nicht haben und nur so konnte auch Rubys Befreiung von der Kette durch die Ehrenamtler von Notfellchen Rumänien verhandelt werden. Nun ist Ellie in ihrem zu Hause für immer angekommmen und fester Bestandteil meiner Familie. Für mich stand von Anfang an fest, dass ich einen Hund aus dem Tierschutz adoptieren möchte. Warum du dich auch für die Adoption und gegen den Kauf eines Hundes entscheiden solltest, erfährst du hier: 

1. Du ermöglichst eine zweite Chance

Jeder Hund aus dem Tierschutz hat eine Vorgeschichte. Tiere aus deutschen Tierheimen sind meist das Resultat einer leichtsinnigen Anschaffung und Überforderung von Seiten des Menschen. Gerade nach der Weihnachtszeit oder zu Ferienbeginn sind die Tierheime voll ausgelastet, da viele Tiere zurückgegeben werden. Auch familiäre Veränderungen, Todesfälle oder finanzielle Probleme sind der Grund dafür, dass Tiere im Tierheim abgegeben werden. Ebenso geben im Ausland viele Besitzer ihre Tiere weg. Zudem leben dort viele Hunde auf der Straße und kommen früher oder später in die Tötungsstation, in der sie physische und psychische Gewalt erfahren müssen. All diese Gewalt und das Leid können wir beenden! Entscheidest du dich dafür, einen Hund zu adoptieren, gibst du einem Vierbeiner die Möglichkeit von vorne zu starten. Du ermöglichst ihm ein neues Leben. Sei dir sicher, du bleibst für immer sein Held!

2. Einen Hund adoptieren bedeutet Leben retten

Indem du einen Hund adoptierst, rettest du nicht nur das Leben eines einzigen Vierbeiners, sondern gleich mehrere Leben. In Ländern wie Rumänien gibt es sogenannte Tötungsstationen. Dort werden Hunde gehalten, die auf der Straße eingesammelt oder von ihren Besitzern abgegeben wurden. Die Hunde sind dort Gewalt ausgesetzt, haben keine Nahrung und nach Ablauf einer Frist innerhalb derer die Tiere aus der Tötungsstation rausgeholt werden können, werden sie getötet. Die Hunde werden dann beispielsweise totgeschlagen oder lebendig verbrannt. Diese Grausamkeit besteht durch eine Überpopulation der Hunde dort und da Kastration oder auch Einschläferung zu teuer sind, werden die Tiere kostengünstig getötet.

Zum Glück gibt es vor Ort Tierschutzorganisationen. Diese Organisationen, wie zum Beispiel Hunderettung Europa oder Notfellchen Rumänien, retten die Hunde aus der Tötungsstation oder sammeln sie direkt von der Straße auf. Die ehrenamtlichen Arbeiter der Tierschutzorganisation lassen die Hunde kastrieren und vermitteln sie. In ihren Tierheimen können allerdings immer nur so viele Tiere aufgenommen werden, wie Platz (und Geld) verfügbar ist. Den finanziellen Aspekt decken Spenden (darum ist es so wichtig zu spenden. Tierheime sowohl im In- als auch im Ausland sind auf Spenden angewiesen!). Platz wird geschaffen, indem wir, die den Wunsch nach einem Hund haben, uns für einen Tierschutzhund entscheiden. Entscheidest du dich dafür, einen Hund aus dem Tierschutz zu adoptieren, wird wieder ein Platz frei für einen neuen Hund aus der Tötungsstation oder von der Straße und ein weiterer Vierbeiner kann dank deiner Hilfe medizinisch versorgt und in sein Zu Hause für immer vermittelt werden.

3. Es gibt für jeden den passenden Tierschutzhund

Egal ob groß, klein, sportlich, lazy, jung oder alt: für jeden gibt es den passenden Hund aus dem Tierschutz!

  • Du möchtest einen Junghund? Auch in Tierschutzvereinen gibt es Welpen und Junghunde!
  • Du hast einen Gnadenplatz zu bieten? Dein Tierschutzhund wartet bereits auf dich!

4. Du gehst gegen unseriöse Züchter vor

In Deutschland lebten im Jahr 2020 circa 10,7 Millionen Hunde. (ZZF; IVH, zitiert nach de.statista.com, 2021) Gedeckt wird dieser „Bedarf“ durch Tierheime, Tierschutzorganisationen (wie zum Beispiel diese, von der Ellie stammt), Züchter oder durch Annoncen auf eBay und Co. Was viele nicht wissen: hinter dem Verkauf von Hunden auf eBay steht meist die Hundemafia. Der illegale Welpenhandel ist ein lukratives Geschäft und verbunden mit viel Tierleid. Muttertiere werden als Geburtsmachinen missbraucht. Hunde die durch die Hudemafia vermittelt werden sind krank und versterben aufgrund dessen meist kurz nach dem Import. Hinter dem Verkauf dieser Welpen steckt also keinesfalls ein seriöses Geschäft, sondern der mafiöse und illegale Handel. Problematisch ist, dass der Vermittler/Züchter nicht direkt als Betrüger zu erkennen und besonders für Laien schwer festzustellen ist, ob es sich um eine seriöse Zucht handelt. Nur ein geschultes Auge erkennt hinter einer vermeintlich familiär wirkenden Zucht einen Betrug.

5. Du hast geringere Anschaffungskosten

Wer sich für einen Hund aus dem Tierschutz entscheidet, zahlt lediglich eine Schutzgebühr. Je nach Hund und Verein liegt diese zwischen 200 bis 300 Euro. Beim Züchter zahlt man je nach Rasse einige Tausend Euro für den Hund der Wahl. Bei unseriösen Züchtern eventuell auch nur einige Hundert Euro. Von diesem „Schnäppchen“ auf keinen Fall blenden lassen, denn häufig stecken Betrüger dahinter.

Natürlich sollte die vergleichsweise günstige Schutzgebühr nicht der ausschlaggebende Grund für die Anschaffung eines Hundes sein. Die Schutzgebühr stellt sicher, dass der Interessent in der Lage ist, ein Tier finanziell zu unterhalten und versichert damit gleichzeitig den Schutz des Tieres. So wird das Risiko einer Spontanschaffung gesenkt. Zudem werden von der Gebühr die Tierarztkosten gedeckt, die bereits im Tierheim angefallen sind. Bereits dort werden die Tiere medizinisch versorgt. Wer Keine 300€ für den Hund ausgeben möchte, für den ist die Anschaffung eines Vierbeiners wahrscheinlich nicht das Richtige, denn die laufenden Kosten sind ebenfalls stetig zu decken.

6. Du trägst durch eine Adoption zum Tierschutz bei

Der sechste Punkt liegt wohl auf der Hand 😉 Den passenden Hund fürs Leben findest du unter anderem bei Hunderettung Europa e.V., Hundegarten Serres e.V., Rhodos Pfoten e.V., Notfellchen Rumänien e.V. oder im Tierheim bei dir vor Ort. <3

About the Author

Lisa Joppich

Ist Tierschützerin aus Überzeugung und studiert Journalismus an der IU internationale Hochschule

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